crea

2

nordpol : 18.55 UTC – Kühle Luft trifft ein, als sei sie mit dem Zug in einem Koffer nach Venedig gekommen. Langsam wird Abend. Auf den Schiffen fahren leicht beklei­dete Menschen ihre Gänse­haut heim­wärts. Von der Dampf­schiff­sta­tion Crea aus führt mich eine Wande­rung ohne Stadt­plan in Händen, nur mit dem Kopf und nach dem Gefühl gehend, durch das Canna­regio in Rich­tung Castello. Wie lange Zeit, über­legte ich, werde ich tastend ostwärts durch die Gassen streifen, bis ich mein Ziel, die Dampf­schiff­sta­tion Giar­dini, erreicht haben werde? Bald ist es krei­send spät geworden. Auf den Stufen der Chiesa del Santis­simo Reden­tore, die noch warm sind vom Taglicht, flitzen Eidechsen herum. Im Zwie­licht werden sie zu unru­higen Schatten, die man mit Farben der Vorstel­lung füllen könnte, an einem bunten Tag werden sie bunt. Es ist jetzt schon zu dunkel, um noch lesen zu können. Ich sollte mir eine Taschen­lampe besorgen oder rein elek­tri­sche Texte auf meiner flachen Schreib­ma­schine lesen. Ob papie­rene Bücher exis­tieren, die zu leuchten in der Lage sind? – stop

ping

ping

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


ping
Top