die malerei kleinster teilchen

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sier­ra : 8.02 — Ohne die Zeit noch zu bemerken, sechs Stun­den lang erste Spuren eines anatomis­chen Hör­spiels bear­beit­et. Kurz vor Mit­ter­nacht dann in angenehmer Bal­ance mit Cor­mac McCarthys düsterem Roman Die Straße auf dem Sofa. Ein Buch, das mir Freude macht, nicht weil es Endzeit, nein, weil es in kleinen Abteilen vor­wärts erzählt. Als würde in einem unendlich großen, dun­klen Raum je für kurze Zeit das Licht angeschal­tet, Phasen zeichen­los­er Dunkel­heit, Sekun­den-, Minuten-, Stun­den­sprünge, dann wieder ruhige Sprache, ein­fache, präzise Sätze. Darüber eingeschlafen. Mor­gens von Regengeräuschen geweckt, die nicht wirk­lich existierten. — Kurz nach sieben Uhr und noch immer wun­dere ich mich, dass ich ein­genickt war, ohne auch nur ein­mal zu denken: Du wirst gle­ich schlafen. Die Idee, dass vielle­icht Büch­er existieren, die als Schlaf­büch­er anzuse­hen sind, Büch­er, die einen geheimen Code enthal­ten, hyp­no­tis­che Zeichen­fol­gen, unwider­stehlich in ihrer Wirkung. Man kön­nte in Buch­hand­lun­gen eine weit­ere Kat­e­gorie sortieren, die der Narkoti­ka näm­lich, Romane, die ins Jen­seits befördern, nicht zu lesen im Gehen, in Zügen, im Ste­hen! – Guten Mor­gen!

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