Edna St. Vincent Millay

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sierra : 20.08 – Wie im Kurz­schlaf die Welt neu geordnet wird. Alle Geschichten erzählen sich, als hätten sie sich über die kühle Hand einer Nacht gefaltet. Jede begin­nende Stunde, eine Stunde vor unbe­kannter Land­schaft. – Nach­mit­tags dann begegnet mir im Park wieder einmal ein zentraler Satz des portu­gie­si­schen Erzäh­lers António Lobo Antunes. Er sagte, um ein Buch zu schreiben, müsse man etwas riskieren. Ein Schrift­steller, der nichts wage, sei unauf­richtig. Ich spazierte und über­legte, was genau zu unter­nehmen ist, damit mein Schreiben so gefähr­lich werden könnte, dass ich von einem Wagnis spre­chen dürfte. – Abend jetzt. Kühle Luft. Vor wenigen Minuten die Stimme der Dich­terin Edna St. Vincent Millay. Sie liest ihr Poem RECUERDO. We were very tired, we were very merry, We had gone back and forth all night on the ferry. Das feine Doku­ment aufge­hoben. Oder zu mir geholt. stop. Wie auch immer. – stop

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