tasmanien

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echo : 22.15 UTC – In den Maga­zinen eines Brief­mar­ken­händ­lers entdeckte ich kürz­lich einen beson­deren Brief. Der Brief war mit Post­wert­zei­chen Italiens, Frank­reichs und Groß­bri­tan­niens versehen, eine nicht übliche Art der Fran­kie­rung. Weiterhin war der Brief an eine weib­liche Person adres­siert, wohn­haft in einer Stadt, die über­haupt nicht exis­tiert: 85, Teatree-City / Tasmania. Unter dieser hand­schrift­li­chen Orts­an­gabe nun fand sich eine fili­grane Bunt­stift­zeich­nung, deren Schön­heit sich zunächst im Licht eines starken Vergrö­ße­rungs­glases erschloss. Sie zeigte ein Kreuz­fahrt­schiff, das irgend­eine Küste passiert, dort eine bergige Land­schaft, dicht bewaldet. Affen, vermut­lich Gibbons, waren zu erkennen, die an ihren Schwänzen oder langen Armen in den Bäumen hingen. Manche der Affen hielten die Augen geschlossen, vermut­lich, weil sie schliefen, andere schienen den Künstler selbst, der sie gestal­tete, zu beob­achten. Da waren noch zwei Panther im Unter­holz, einige Muscheln im Sand, und Krabben, und flie­gende Fische. Über den Stamm eines Baumes wanderten Ameisen, welche Einzel­teile eines Vogels trans­por­tierten, Federn, Teile eines Schna­bels, Knochen. Über einen Absender verfügte der Brief übri­gens nicht, auch nicht über irgend­einen fühl­baren Inhalt. – stop
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