eine uhr mit pendel nahe garten

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echo : 0.08 – Eine alte Dame am Morgen wie sie vor einer Uhr steht. Es handelt sich um eine große, schwere Standuhr, Ziffer­blatt und Zeiger lungern in einer Höhe von 1 Meter 80 über dem Boden. Nahe der Stelle, da die Zeiger­achsen sich in das Uhrwerk vertiefen, befindet sich eine Öffnung für einen Schlüssel, mit welchem die Uhr aufge­zogen werden kann. Ein Pendel setzt sich dann nach leichtem Stoss in dauer­hafte Bewe­gung, die Uhr scheint leise zu atmen, kaum ein tickendes Geräusch ist zu vernehmen, aber zur vollen Stunde, ja, zur vollen Stunde, im Garten fliegen die Vögel von den Bäumen auf, Frösche verschwinden kopf­über im Teich, Katzen jagen wie irr umher, am Tisch im Wohn­zimmer ist dem ein oder anderen Gast vor Schreck bereits eine Tasse oder ein Löffel oder eine Gabel aus der Hand gefallen. Vor dieser Uhr nun steht die alte Frau, vor einer Zeit­ma­schine, die sie für die Nacht zum Schweigen brachte, ihre pendelnde Bewe­gung demzu­folge stoppte, um sie morgens wieder ins Leben zurück­zu­rufen. Folgendes geschieht: Die durchaus nicht große, zier­liche Frau stellt sich auf ihre Zehen­spitzen und beginnt damit, den Minu­ten­zeiger der Uhr vorwärts zu bewegen. Es geht darum, die verlo­rene Zeit einzu­holen, Stunde um Stunde, ein Anblick, der Philo­so­phen begeis­tert. Draußen im Garten bewegt sich die Welt plötz­lich schneller, und wieder fliegen die Vögel auf und die Katzen beißen sich in den Schwanz, und die Fische gehen schwung­voll über den Rasen spazieren, nur die Frösche, sie tun so, als wäre all das nichts Beson­deres. Nach fünf Minuten ist Ruhe. – stop

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