eisfischer

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echo : 3.28 – Auf einen Film gestoßen, der von einer Reise nach Nord­korea erzählte. Dort für Stunden hängen­ge­blieben, in kuriosen Geschichten weiterer Filme, Geschichten, die von schnee­kalten Biblio­theken erzählten, von hung­rigen Eisfi­schern, von Menschen, die ihre Reisen durchs Land zu Fuß unter­nehmen, nachts sollen die Städte Nord­ko­reas stock­dunkel sein. Da waren, kurz nach Mitter­nacht meiner euro­päi­schen Zeit, drei Arbeiter, die an einem Fluss­ufer sich mit Schau­feln in die Erde gruben. Gleich neben ihnen wartete eine Frau, die sich kaum bewegte, sie bewachte die grabenden Männer mit ihren Augen, wie andere Augen­paare Schnee räumende Menschen­ko­lonnen beauf­sich­tigten, die eine Auto­bahn, auf der keine Autos fuhren, vom Tageseis befreiten. In einer Wohnung saß eine ältere Frau von äußerst freund­li­cher Erschei­nung, die vom Gaskrieg erzählte, den die Ameri­kaner ins Land tragen könnten, und dass sie selbst dafür zuständig sei, sobald sie das Gas entde­cken würde, Masken an ihre Nach­barn im Haus auszu­teilen. Der große Führer. Das Land der Morgen­stille. Dampf­lo­ko­mo­tiven werden mit Reifen­resten beheizt. Unter der Haupt­stadt Pjöng­jang fahren Züge der Berliner Verkehrs­be­triebe. In einer Vitrine im Museum im Inneren eines Berges, der Kopf eines Bären, den noch Ceau­sescu geschossen haben soll.
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