existenz

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oli­mam­bo

~ : louis
to : Mr. jonathan noe kekko­la
sub­ject : EXISTENZ

Wie weit Sie wohl gekom­men sind, mein lieber Kekko­la? Sie soll­ten New Hamp­shire längst erre­icht haben. Nach wie vor ersehne ich eine Nachricht, obwohl ich mir ungezählte Male vorgenom­men habe, nie wieder in einem Zus­tand von Erwartung zu leben. Und doch ist das jet­zt so gekom­men, dass ich mich sorge, weil Sie kein Zeichen, nicht das ger­ing­ste Leben­sze­ichen über­mit­teln. Ein Satz, mein Fre­und, eine leere Email würde genü­gen, ich wäre zufrieden, weil ich doch wüsste, dass Sie in der Lage sind, zu lesen, was ich für Sie notiere. Stellen Sie sich vor, in der ver­gan­genen Nacht habe ich mir über­legt, ob Sie nicht vielle­icht reine Erfind­ung sind und Ihre Briefe an mich nur aus­gedacht. Mein lieber Kekko­la, wo auch immer Sie sich aufhal­ten mögen, nehmen Sie wahr, dass ich an Sie denke. Unlängst, das soll­ten Sie wis­sen, stellte ich noch die Frage, wie Tief­seeele­fan­ten hören, was sie miteinan­der sprechen, da doch die Sprechgeräusche ihrer Rüs­sel sehr weit von ihren Ohren ent­fer­nt jen­seits der Wasser­ober­fläche zur Welt kom­men und rasch in alle Him­mel­srich­tun­gen ver­schwinden. Ihr Louis, hof­fend.

gesendet am
10.10.2009
22.38 MESZ
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louis to jonathan
noe kekko­la »


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