haus no 178

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romeo : 20.33 UTC – Wie viele Male bin ich bereits an dem Büro im Parterre des Hauses No 178 vorüber gekommen, es müssen hunderte Male gewesen sein. Ein Mann sitzt dort hinter einem Fenster, der im Licht einer Lampe und eines Bild­schirmes arbeitet, ohne je seinen Kopf zu heben, wenn ich an ihm vorüber gehe. Andere berichten das Gleiche. Und das ist doch seltsam, er scheint an dem Leben auf der Straße über­haupt nicht inter­es­siert zu sein. Nie wendet er den Kopf, als sei er fest verschraubt, als sei auch seine Wirbel­säule veran­kert in dieser Haltung gera­deaus auf einem Stuhl, der gleich­wohl nicht beweg­lich ist, so dass der Mann weder frei­willig noch mit Vergnügen so vor dem Tisch sitzen wird, sondern weil er nicht anders kann. Und weil das so zu sein scheint, wird der Mann vermut­lich über Radare gebieten, die ihm ermög­li­chen zu wissen, wer an seiner Tür vorüber kommt. Er weiss nämlich immerzu genau, wer kommt und wieder verschwindet, vermut­lich kann er sehr gut riechen oder aber er kann sehr gut hören, kann mit den Ohren sehen. Er irrt sich, wie ich hörte, nie. – stop

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