kolibri

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3.01 – Ich wurde, noch nicht lang her, gefragt, worin denn die Vorzüge eines Lebens auf Bäumen zu sehen seien. Hört zu, habe ich geant­wortet, keine Zeitung, kein TV. Ruhe. Fast Stille. Etwas Pfeifen, etwas Schnat­tern. Käfer. Amei­sen­tiere. Und Affen, größere Gruppen frecher Affen. Tama­rine. Die Kerle drohen mit längst vergo­renen Früchten, die sie für Geschenke halten. Moskitos. Fauchende Schaben. Kein Besteck, keine Waffen, keine Tele­fone. Abend­segler. Leich­tere Fliegen. Fliegen in Blau, in Rot, in Schwarz. Schnelle Spinnen. Abwar­tende Spinnen. Regen. Warmes Wasser. Die Stämme der Bäume, die so hoch aufragen, dass man ihre Kronen nicht mit Blicken errei­chen kann, auf und ab, auf und ab, Schiffs­masten im Hafen vor Sturm. Deshalb Seekrank­heit, deshalb Höhen­angst. Aber Vögel, sehr kleine Vögel. Flügel. Unschärfen der Luft. Öffnet man vorsichtig den Mund, wird man für eine Blüte gehalten.

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