libellencafe

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tango : 8.08 – Ein Notiz­buch, ein beson­ders Notiz­buch, eines, das meine Gedanken verzeichnen würde, sobald ich spazieren gehe. Hand­lich müsste es sein und leicht und geräuschlos schreiben. Viel­leicht wäre es möglich diese kleine Gedan­ken­schreib­ma­schine, so zu program­mieren, dass sie jene Gedanken, die neue Gedanken sind, zu unter­scheiden vermag von allen weiteren Gedanken, von Gedanken, die sich wieder und wieder denken wollen, von krei­senden Gedanken, von Karus­sell­ge­danken. – Während ich gestern Abend vor der Kasse eines Super­marktes wartete, hatte ich die Idee, dass man eines Tages einmal ein Haus erfinden müsste, ein Kaffee­haus, in dem unter Gästen Libellen schwirren, präch­tigste Flug­wesen, die an Wänden und auf Tischen sitzen, auf den Tassen, den Gläsern, den Zeitungen, den Gästen selbst. Ja, das wäre eine feine Sache, ein aufre­gender Ort, eine ange­nehme Phan­tasie, die von der Gedan­ken­schreib­ma­schine, die ich mir wünsche, sehr sicher und sofort notiert worden wäre. Man würde zum Früh­stück zur Fütte­rung der Libel­len­tiere dort viel­leicht Flie­gen­schäl­chen reichen. Ja, das ist sehr gut denkbar, Flie­gen­schäl­chen großer Fliegen für große Libellen, und Flie­gen­schäl­chen kleiner Fliegen für kleine Libellen. Wie würde die Atmo­sphäre dieses Ortes wohl auf der Zunge schme­cken? Und was wäre noch zu hören vom Gespräch der Gäste?

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