linie 16

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romeo : 4.15 —  Mit der ersten Fahrt der Straßen­bahn mor­gens kommt der Tag in die Nacht, Vögel steigen aus, hock­en sich in Bäume und sin­gen, während Fliegen und Fal­ter aus mein­er Woh­nung flücht­en, um einzusteigen und schnell auf und davon zu fahren. Ich sollte ein­mal mor­gens auf die Straße treten und zur Hal­testelle gehen. Wenn nun die erste Fahrt der Lin­ie 16 ein­tr­e­f­fen wird, der Fahrer von Nacht­fal­tern bedeckt, Sitze und Lam­p­en und auch die Arbeit­er und Arbei­t­erin­nen der Früh­schicht. Dichte, bit­tere, staubige Luft, ein sonores Sum­men tausender Flügel. Kleine, harte Käfer­kör­p­er, Verir­rte, stür­men durch den weichen, fliegen­den Fal­ter­wald. Abends kommt man dann wieder zurück, steigt aus mit der let­zter Fahrt, hell­graue Geis­ter. Ende August. In Syrien, nahe Damaskus, sollen mehr als 1000 Men­schen durch Gift­gas getötet wor­den sein. — stop

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