monsun

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sier­ra : 12.01 UTC — Bald ein­mal ist drin­gend eine Samm­lung von Beobach­tun­gen anzule­gen, von Ereignis­sen, die ich mit meinem per­sön­lichen Leben nicht unmit­tel­bar in Verbindung set­zen kann, die jedoch zen­trale Erfahrun­gen ungezählter Men­schen sind, die vor meinen Augen auf Fernse­hbild­schir­men erscheinen, auf Titel­seit­en papieren­er oder elek­trisch­er Zeitun­gen. Kann ich mir Hunger vorstellen? Ich meine, nicht vorsät­zlichen Hunger der Fas­ten­zeit, vielmehr tat­säch­lichen Hunger, Hunger, der einen men­schlichen Kör­p­er beschädigt oder zer­stört. Wie fühlt es sich an, in Brook­lyn ohne Ausweis­pa­piere zu existieren? Oder die Furcht ein­er Frau, in einem Außen­bezirk der Stadt Del­hi nach ein­er Spätschicht einen Bus zu besteigen. L., der ich leib­haftig begeg­nete, erzählte fol­gen­des: Ich bin in Mum­bai geboren, ich liebe mein Land. Ich liebe mein Land zu jed­er Jahreszeit. In Indi­en bedeutet das Wort Regen­zeit Mon­sun oder Barsaat. In Kalkut­ta wirst Du Mon­sun­re­gen erleben, der vom Him­mel kommt, auch außer­dem eine Art Mon­sun, der aus dem Boden steigt. — stop

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