nachtflug

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india : 0.18 — In diesem Jahr ist er spät zu mir gekom­men, der Win­ter längst vorüber. Ein Fal­ter segelte gestern Abend durch mein Arbeit­sz­im­mer, bald saß er auf dem Boden. Ich näherte mich sehr vor­sichtig, hob ihn auf und set­zte ihn behut­sam an eine Wand. — Es ist jet­zt kurz nach Mit­ter­nacht. Ein paar Dio­den­lichter glühen zu mir herüber. Ob ich den Fal­ter füt­tern sollte? Vielle­icht würde er etwas Him­beer­marme­lade zu sich nehmen. Ich stelle mir vor, der Fal­ter kön­nte 254 Jahre alt, er kön­nte ein Licht­en­bergfal­ter sein, der rasch bei mir zu Kräften kom­men möchte. Ja, das ist denkbar, immer wieder denkbar. Gestern, das will ich schnell noch erzählen, habe ich Flugver­suche unter­nom­men mit ein­er fil­igra­nen Rück­en­pro­peller­drohne. Es han­delt sich um die Nach­bil­dung eines Tauben­schwänzchens, demzu­folge ist sie nicht größer als 50 Mil­lime­ter. Ich habe ihr beige­bracht, mir zu fol­gen, wenn ich durch meine Woh­nung spaziere. In dieser Ver­fol­gung ist sie bere­its sehr präzise, außer­dem so schnell in ihrer Bewe­gung gewor­den, dass ich sie mit bloßer Hand nicht fan­gen kön­nte. Ein­mal näherte sie sich mein­er Sch­necke Esmer­al­da. Das war ein Moment von höch­ster Aufmerk­samkeit, ein Ver­hal­ten, als würde das Tauben­schwänzchen mit Esmer­al­da sprechen, sehr selt­sam, anrührend, die Kirschbäume blühen. — stop

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