pong pong

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alpha : 2.01 — Kuriose Beobach­tung heut Nacht. Ich saß auf meinem Sofa und dachte an eine Appa­ratur, die in der Lage sein kön­nte, Büch­er in einem vorgegebe­nen Rhyth­mus selb­st­ständig umzublät­tern. Über zwei Arme sollte diese Mas­chine ver­fü­gen, gle­ich­wohl über fin­gerähn­liche Fort­sätze, einen Motor und Sen­soren, empfind­lich für Licht. Während ich die Mas­chine in meinem Kopf zusam­menset­zte, notierte ich die Anzahl der Schrauben, die bald ein­mal im wirk­lichen Leben zur Fes­ti­gung nötig sein wer­den, hand­schriftlich auf ein Blatt Papi­er. Immer wieder, wenn ich in mein­er Arbeit gestört wurde, set­zte ich neu an. Das ist näm­lich sehr merk­würdig mit Maschi­nen, die ich erfind­end mon­tiere, sie ver­schwinden voll­ständig aus dem Sinn, sobald ich nur für eine Sekunde meine Arbeit zu unter­brechen habe, sagen wir, weil ich höre wie draußen auf der Straße Schritte laufen. Eigentlich ist diese Nacht über­haupt ungeeignet, eine Kopf­mas­chine zu bauen. Ich habe die Fen­ster mein­er Woh­nung geöffnet, ein leichter Wind fährt durch die Kro­nen der Bäume vorm Haus. Diese Bäume im Dunkeln sind Kas­tanien. Sie machen Nuss­musik, pong, pong.

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