tuttle

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echo : 20.08 – Besuch von Mr. Tuttle zur unmög­lichsten Zeit gegen 10 Uhr vormit­tags. Saß, nacht­müde Augen, vorm Bild­schirm und hörte, wie der Monteur mit Pumpen­ma­schinen, Schrau­ben­schlüs­seln, Rohr­zangen an meinen Wasser­lei­tungen in der Küche hantierte. Das waren Geräu­sche eines Kampfes, nicht Geräu­sche einer Rekon­struk­tion, Bohrungen wurden ins Erdin­nere voran­ge­trieben, Wände zu benach­barten Wohnungen einge­rissen, hartes Wasser strahlte Bilder­rahmen in alle Winde. Einmal kam Mr. Tuttle in das Zimmer, in dem ich das Ende seines Besu­ches erwar­tete. Zaghaftes Klopfen, seine erstaun­lich helle Stimme, ob er mich spre­chen könne, stand bald neben meinen Papieren mit erhitztem Gesicht, staubig, ein Hüne, er müsse jetzt an die Heizung. Dann wieder Hiebe von sonorem Klang, über­legte, was in meiner nächsten Nähe geschah, welche Arbeit präzise die Erschüt­te­rung meiner Schreib­ma­schine, meiner ganzen Person bewirken könnte. Ein Löschzug passierte die Straße vor dem Fenster. Vom Dach des Hauses gegen­über stürzte ein Schnee­brett in die Tiefe. Irgend­etwas flat­terte pfei­fend um meinen Kopf herum. Ein Punkt verharrte über der Boden­linie ·

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