von hölzernen büchern

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echo : 5.08 — Ein Fre­und, der viele Jahre lang Notizzettel sam­melte, berichtete, er wolle eine Bib­lio­thek grün­den, in der sich auss­chließlich Büch­er befind­en wer­den, die nie geschrieben oder nie zu Ende geschrieben wor­den sind, Büch­er, die nur in den Gehir­nen der Schrift­stel­lerin­nen und Schrift­steller existierten, Büch­er, die vielle­icht bedeu­tende Büch­er gewe­sen wären, aber nicht geschrieben wur­den, weil ihre Autoren zu früh ver­star­ben, oder weil sie zu arm waren und andauernd arbeit­en mussten, weswe­gen ihre Büch­er nur aus­gedacht wur­den, gewün­scht, erhofft. Er habe ein­mal einen Bücher­tisch gese­hen, auf dem wirk­liche Büch­er lagen, in welchen man blät­tern kon­nte, und in näch­ster Nähe ruht­en Buchkör­p­er von Holz, das waren jene aus­gedacht­en Büch­er, wie Platzhal­ter im Raum, Mah­nung, Erin­nerung. Von dieser Art hölz­ern­er Büch­er sollte seine Bib­lio­thek gebildet sein, er habe zahlre­iche Briefe in dieser Sache ver­schickt, nach Island zum Beispiel, nach Öster­re­ich, nach Nor­dameri­ka, Venezuela, Kolumbi­en, den Sene­gal, Südafri­ka, nach Tas­man­ien. — stop

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