wörterstimmen

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kili­man­dscharo : 3.30 – Man stelle sich einmal vor, man wachte eines Tages auf und könnte jedes Wort, das man von diesem Moment des Erwa­chens an dachte, erin­nern, all die Selbst­ge­spräche und  forschenden Diskurse, auch jene Gedanken, die man nie bemerkte, weil sie so schnell vorüber­ziehn, dass man sie vergisst, in dem man sich schon in nächsten Gedanken befindet. Nichts würde von nun an verloren gehen. Auch alle jene Sätze nicht, die man hören wird, sobald man das Haus verlässt, Notiz­zettel, Einkaufs­listen, Frag­mente von Zeile zu Zeile fallender Anzei­ge­ta­feln auf Flug­häfen, Zeitungs­ar­tikel, Film­dia­loge, alles das würde gespei­chert und könnte zu jeder Zeit in genau der Reihen­folge wieder­holt werden, in der es von Wörter­stimmen aufge­zeichnet wurde. Was würde geschehen? Wie lange Zeit könnte man mit diesem Vermögen ausge­stattet über­leben?

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