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alpha : 5.25 – Eine Freundin, B., erzählte, sie sei kürz­lich in einer Stra­ßen­bahn gefahren, da habe ein Mann in ihrer Nähe Platz genommen. Sie habe gerade gelesen, als sich der Mann fast lautlos setzte, sie habe kurz ein wenig den Blick gehoben und auf dem Unterarm des Mannes die Zeichen ISLAM entdeckt, diese Zeichen seien dort eintä­to­wiert gewesen, eine Haut­be­schrif­tung wie für die Ewig­keit eines ganzen Lebens. Sie habe dann erst einmal ihre Lektüre fort­ge­setzt, aber sie habe sich nicht länger auf ihr Buch konzen­trieren können, darum habe sie den Blick gehoben. Ihr Blick sei über die Inschrift ISLAM, sie war tatsäch­lich noch immer dort gewesen, hinweg­ge­huscht zum Gesicht des Mannes hin, das ein junges Gesicht gewesen sei. Der Mann habe sie äußerst bedroh­lich, also aggressiv oder so ähnlich, betrachtet, ein Blick unent­wegt, ein Blick ohne einen Lidschlag, da habe sie sich gefürchtet, habe ihren eigenen Blick wieder gesenkt und das Buch ange­sehen, aber natür­lich nicht gelesen sondern nach­ge­dacht. Ja, was sie gedacht habe sei nicht gerade ange­nehm gewesen, sie habe sich über­legt, ob der Mann, der ihr gegen­über saß, viel­leicht eine Waffe, gar einen Spreng­stoff­gürtel tragen könnte. Ihr sei auch in den Sinn gekommen, dass sehr viele Menschen in der Stra­ßen­bahn gefahren seien, was eigent­lich ein gutes Zeichen gewesen sei, weil man ihr hätte helfen können, einer gegen viele, aber dann habe sie daran gedacht, dass gerade dort, wo viele Menschen sich befinden, Bomben explo­dieren, weil man in dieser Weise viele Menschen auf einmal umbringen könne, und sie habe den Eindruck gehabt, dass sie sofort aufstehen und aussteigen sollte. Aber dann habe sie sich gesagt, dass sie das jetzt aushalten müsse, und deshalb sei sie sitzen­ge­blieben, und das alles in ein oder zwei Minuten. – stop

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