chelsea : ein stunde

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echo : 0.28 – In der 22. Straße West exis­tiert ein kleiner Laden für Lampions und andere papie­rene Licht­be­hälter. Wenn man den Laden betritt meint man sofort, sich selbst in einem Lampion zu befinden, weil Wände, wie sie in Häusern üblich sind, dort nicht zu exis­tieren scheinen, nur Licht und eben Papiere in allen erdenk­li­chen Formen. Ein Ort von Stille, die Luft duftet feinst nach der Wärme tausender Lampen, die im Inneren der Lampions statio­nieren. Menschen sind zunächst nicht zu sehen, weil sich jene Menschen, die zum Laden gehören, weder bewegen noch sich über Sprache äußern, viel­leicht deshalb, weil sie in den Laden eintre­tende Menschen nicht stören wollen im Bestaunen leuch­tender Kroko­dile, Schwert­fi­sche, Zeppe­line. Es ist nun tatsäch­lich möglich, diese verbor­genen Personen in Bewe­gung zu versetzen, in dem man sie bemerkt, sagen wir, mit einem Blick berührt. Genau in diesem Moment einer Berüh­rung treten sie aus dem Licht heraus in den Raum, eine zier­liche Frau und ein zier­li­cher Mann, sie werden vermut­lich schon sehr lange Zeit verhei­ratet sein, so wie sie sich benehmen, glück­liche, freund­liche Menschen. Alle ihre Waren im Übrigen beschriften sie noch von Hand, zwei Monde von blauer Farbe zu je 1 Dollar 48 Cent. Im Schau­fenster findet sich folgendes Schild: Täglich von Montag bis Sonntag 25 Stunden geöffnet. – stop

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