eleonore

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delta : 2.42 – Von Eleo­nore weiß ich nichts, außer, dass sie über sehr kleine Hände verfügt. Das ist nicht viel, nein, nicht viel, viel­leicht sollte ich erwähnen, dass sie die Luft sehr lange Zeit anzu­halten vermag. Ich habe vor kurzem noch mit ihr das Luft­an­halten geübt, wie saßen vorein­ander und lachten, dann sagte sie: Jetzt, und schloss ihren Mund. Auch ich schloss meinen Mund, ich machte einen Strich aus ihm in meinem Gesicht. Es war natür­lich Ehren­sache, dass in der Zeit unseres Wett­kampfes weder von ihr noch von mir durch die Nase geatmet wurde. Zunächst übten wir eine Minute, dann zwei, bis dahin hatten wir uns nur gewärmt oder entspannt, um sehr bald 2 Minuten und dreißig Sekunden lang die Luft anzu­halten, was mir bereits Schmerzen berei­tete, ich musste mich konzen­trieren, während Eleo­nore mich völlig entspannt betrach­tete. In der Diszi­plin eines Atem­still­standes von drei Minuten und dreißig Sekunden senkte sie ihre Augen, nicht weil sie kämpfen musste, sondern weil sie meine Hände beob­ach­tete, die ein wenig zitterten, ich hatte sie zu Fäusten geballt, ein Zeichen, dass ich bald aufgeben würde, wie man mir später erzählte. Das war nach meiner zweiten Ohnmacht gewesen, ich wurde nämlich schläfrig nach 3 Minuten und 45 Sekunden, sowie nach einer Übung von über 4 Minuten. Hier endete unser gemein­sames Trai­ning, weil Eleo­nore nicht weiter­ma­chen wollte, da ich kein ernst­zu­neh­mender Gegner für sie war. Statt­dessen durfte ich ihr zusehen, wie sie versuchte, in ihrer Lieb­lings­dis­zi­plin, der Lang­zeit­strecke von über sechs Minuten, eine schwie­rige Rechen­auf­gabe zu lösen. Sie notierte ein Ergebnis, eine größere Zahl, auf ein Blatt Papier in der achten Minute, und sank dann lautlos in ihrem Stuhl in sich zusammen, wo sie in dieser Minute noch immer sitzt und fest zu schlafen scheint. Mehr­fach habe ich versucht, sie zu wecken, in dem ich ihren Namen rief. Mit jedem meiner Rufe wuchs die Furcht, sie zu berühren. Es ist jetzt eine halbe Stunde vergangen, draußen vor dem Fenster summt eine kalte Nacht. Nein, nein, ich bin nicht wirk­lich beun­ru­higt, denn ich meine zu erkennen, dass sich Eleo­nores Brüste heben und senken. Auch ihre Hände scheinen sich leicht zu bewegen. Sie sind tatsäch­lich außer­or­dent­lich klein, es sind die Hände eines Mädchens an den Armen einer erwach­senen Frau, und sie sind weiß, ich erin­nere mich, sie waren schon immer sehr weiß gewesen. – stop

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