von gedankenlichtern

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bamako : 22.01 UTC — Vor weni­gen Tagen spazierte ich an einem späten Nach­mit­tag in einem Garten. Da ist etwas Merk­würdi­ges geschehen. Während ich sehr langsam Schritt für Schritt vor­wärts, seitwärts oder rück­wärts ging, begann ich zu erzählen, Geschicht­en wie Blüten in meinem kleinen Kopf. Kaum hat­te ich eine Geschichte zu Ende erzählt, waren weit­ere Geschicht­en aus den Wörtern bere­its gewach­sen, die sich öffneten, die erzählt wer­den woll­ten, helle oder dun­klere Geschicht­en wie Lebe­we­sen, und ich dachte noch, wie das so geht, wie die Geschicht­en kom­men und gehen, Erin­nerun­gen, als wollte sich plöt­zlich mein halbes Leben erzählen. So, im Erzählen im langsamen Gehen, habe ich die Zeit vergessen. Der Flug der Tauben­schat­ten vor dem Abend­him­mel, die vom Luft­glück der Vögel erzählten. Ich hörte von Gedanken­lichtern, von rot­glim­menden Tas­taturen. Seit zwei Tagen sitze ich immer wieder ein­mal ganz still und ver­suche mir Gedanken vorzustellen, die par­al­lele Gedanken sind, Gedanken zur sel­ben Zeit. Ich befinde mich sozusagen auf der Suche nach Gedanken, die vielle­icht stimm­los, aber voll Licht sind, Gedanken wie Bilder, die sich in der­sel­ben Zeit bewe­gen? Jet­zt habe ich einen kleinen Knoten im Kopf. — stop
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