hilde domin

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romeo : 22.02 — Atem­los eine Kam­er­aluftreise der jun­gen Filmemacherin Anna Dit­ges beobachtet. Zwei Jahre lang filmte sie ihre Begeg­nun­gen mit Hilde Domin. Als ich meine Fernsehmas­chine auss­chal­tete, war ich voll Glück und Freude, und ich dachte, dass ich mich ver­mut­lich ver­liebt habe, in den Film, in die junge Filmemacherin, oder nein, ich glaube, ich habe mich in Hilde Domin ver­liebt. Und wie ich diese Zeilen ger­ade schreibe, denke ich, dass Hilde Domin, sollte sie mir über die Schul­ter sehen, vielle­icht sagen würde: Aber das geht doch nicht, das ist unhöflich, so nah her­anzukom­men. – Ich saß im Park am Nach­mit­tag, fol­gte ein­er Spinne, die auf Buch­seit­en turnte und las in Hilde Domins Gedicht­en: Wer es kön­nte / die Welt / hochw­er­fen / dass der Wind / hin­durch­fährt. Ihre von der Zeit geze­ich­nete Hand, die im Film genau diese Zeilen mit einem Bleis­tift auf ein Blatt notierte. Wie sie sagt zur jun­gen Frau hin­ter der Kam­era: Wir sehen uns gerne an, weil wir uns mögen. — stop

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