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tan­go : 22.01 UTC — Am 4. August 2014 ereignete sich eine selt­same Geschichte, Sie wer­den sich vielle­icht erin­nern? Vor einem Schal­ter am Cen­tral­bahn­hof stand damals eine alte Dame. Sie trug ein blaues Hütchen auf dem Kopf, war grell geschminkt und lachte. Auf den ersten Blick schien sie fröh­lich zu warten wie ihr klein­er Kof­fer, der gle­ich neben ihr stand. Auf den zweit­en Blick war allerd­ings zu sehen, dass sie nicht nur wartete, son­dern vielmehr bewacht wurde von ein­er weit­eren, sehr viel jün­geren Frau und einem Mann, der die Uni­form ein­er Bah­nge­sellschaft trug. Wie Säulen standen sie links und rechts der alten Reisenden, die junge Frau hat­te überdies die Hand­tasche der Bewacht­en an sich genom­men, um sie zu durch­suchen. Eine ihrer Hände wühlte so heftig in der Tasche herum, dass ein Rascheln wei­thin zu vernehmen war. Sie forschte ein oder zwei Minuten in dieser wilden Art und Weise. Weil sich aber in der Börse der alten Dame kein Doku­ment zur Iden­ti­fizierung auf­spüren ließ, schüt­telte sie den Kopf, beugte sich noch ein­mal herab, sprach leise zu der zier­lichen Erschei­n­ung hin, um sich kurz darauf an einen Schal­ter­beamten zu wen­den, der hin­ter spiegel­n­dem Glas auf einem Büros­tuhl saß. Dieser Herr nun führte kurz darauf ein Mikro­fon an seinen Mund, eine warme, melodis­che Stimme war zu hören, die durch die Bahn­hof­shalle schallte, sie sagte: Achtung! Wir bit­ten um ihre Aufmerk­samkeit, vor dem Infor­ma­tion­ss­chal­ter Gleis 24 wartet ein Per­so­n­en­fund­stück. Melden Sie sich! — Diese Geschichte ereignete sich kurz bevor der Fernzug aus Moskau via Warschau den Bahn­hof erre­ichte. Auf dem Bahn­steig warteten viele Men­schen. Manche hiel­ten Blu­men in ihren Hän­den. Andere fotografierten. — stop

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