siatista mittags jahre später

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echo : 5.08 — Vor Jahren ein­mal wurde mir erzählt, ein sehr alter Mann habe sich aus Verzwei­flung über die poli­tis­che Lage seines Lan­des, andere mein­ten, weil er im hohen Alter noch hungern musste, an einem wun­der­schö­nen Maitag auf dem Mark­t­platz der malerischen Stadt Siatista, demzu­folge in ein­er nördlichen Prov­inz Griechen­lands, erschossen. Er habe ein Stur­mgewehr für seinen let­zten Schuss ver­wen­det, eine Waffe, die seit dem Jahre 1944 im Keller seines Eltern­haus­es in Ölpa­pi­er gewick­elt lagerte. Beina­he wäre das Gewehr, einst Stolz des jun­gen Mannes im Kampf gegen deutsche Faschis­ten, für immer in Vergessen­heit ger­at­en. Im Detail war damals zu erfahren gewe­sen, die Kugel habe zunächst den Unterkiefer des alten Mannes durch­schla­gen, sei von dort aus in das Gehirn vorge­drun­gen und habe den Kopf über das linke Auge hin wieder ver­lassen. Bruchteile ein­er Sekunde später soll das Pro­jek­til eine Fliege getötet haben, die sich kurz zuvor auf den Weg süd­west­wärts gemacht hat­te, um sich zulet­zt in den Ast eines Salzbaumes zu bohren. — Ist das nun eine Geschichte oder eine Nachricht? Ich habe noch immer keine Antwort auf diese Frage. — stop

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