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romeo : 0.05 — Vor weni­gen Minuten hat­te ich das Licht über meinem Schreibtisch aus­geschal­tet und etwas Leben­szeit in Dunkel­heit ver­bracht. Ich will Ihnen rasch erzählen, warum ich so gehan­delt habe. Ich war näm­lich spazieren gewe­sen stadtwärts unter Men­schen in Waren­häusern und auf einem Wei­h­nachts­markt, weil ich nach­se­hen wollte, ob sich in dieser Welt, die wir bewohnen, etwas geän­dert haben kön­nte, da doch vor weni­gen Stun­den durch Unter­las­sung entsch­ieden wor­den ist, dass Bangladesh, dass das Ganges­delta in den Golf von Ben­galen sinken wird. Ich dachte, das eine oder das andere sollte doch spür­bar, sicht­bar, fühlbar wer­den, ein wenig Unruhe, ein leis­es Klap­pern der Zähne vielle­icht. Aber nein, alles Bestens, alles im Lot. Und als ich wieder an meinem Schreibtischs saß, war da plöt­zlich ein stark­er Ein­druck von Unwirk­lichkeit, das alles und ich selb­st kön­nte reine Erfind­ung sein. Ich löschte das Licht über dem Schreibtisch und wartete. Und während ich so wartete, lauschte ich den Stim­men der Tief­seele­fan­ten, einem Orch­ester zartester Rüs­sel­blu­men, wie sie auf hoher See den Him­mel lock­ten. Und als ich das Licht wieder eingeschal­tet hat­te, saß ich dann noch immer vor dem Schreibtisch, die Hände gefal­tet. — Schnee fällt. stop. Langsam. stop. Leise. stop. – Fro­he Wei­h­nacht­en und ein gutes, ein nach­den­klich­es, ein glück­lich­es Jahr 2010!

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