von den fächertieren

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echo : 18.06 UTC – Erin­nern Sie sich an das Geräusch der Tauben in einem Tauben­schlag, ich meine an das Geräusch der Flügel, wenn sie ihre Federn schüt­teln? Sollten Sie sich erin­nern, wird Ihnen nicht schwer­fallen, einen kleinen Laden vorzu­stellen, in welchem Fächer­tiere wohnen, die erwarten, dass irgend jemand sie mit sich nimmt, ein Ort voller Winde kreuz und quer. Fächer­tiere sind wert­volle Geschöpfe. Ein ausge­wach­senes, gut trai­niertes Exem­plar wird nicht unter 750 Pfund gehan­delt. Wenn man nun eines dieser Wesen aus einer Schar hunderter weiterer Wesen wählte, wird es in einen beson­deren Koffer verstaut. Es handelt sich um einen knöchernen Behälter von läng­li­cher Form, in dem das Fächer­tier zur Ruhe gelegt werden kann. Nicht notwendig zu erwähnen, dass das Tier gegen seine Fesse­lung mittels fauchender Laute protes­tieren wird, aber das gibt sich bald, das muss man sich nicht allzu sehr zu Herzen nehmen. Kaum aus dem Laden getreten, schläft das Fächer­tier ein, das machen sie in Zeiten einer Reise immer, es ist ja nichts anderes zu tun. Und so geht man also spazieren. Bald sitzt man in einer Stra­ßen­bahn, es ist heiss, es ist schwül, jetzt sollte man das kleine Tier aus seinem Köcher holen. Man hält es vorsichtig in der Hand, unver­züg­lich wird das selt­same Wesen wach. Dort wo die Federn des Tieres in einem Punkt zuein­ander laufen, ist nun, aus der Nähe betrachtet, ein kleiner, runder Körper zu entde­cken, so groß wie eine Murmel, der atmet, zwei Augen auch, und ein Schnabel, in dem sich eine Zunge hin und her bewegt, die einer Karpfen­zunge ähnelt. Man darf das Tier an dieser Stelle berühren, sanft, dann lässt man es los. Das Fächer­tier entfaltet sich, präch­tige Farben, Muster, die sich von Tier zu Tier unter­scheiden, keines gleicht dem anderen. Und schon geht es los, eine Bewe­gung auf und ab, hin und her, kühlende Winde, es ist ganz wunderbar. Indessen, in den ersten Minuten stau­nender Beob­ach­tung, wird man viel­leicht befürchten, sie könnten sich entfernen, aber das ist niemals der Fall. – stop

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  1. Fächer­tiere sind überaus fried­lich und geraten auch dort, wo sie sich zu Groß­fa­mi­lien vermehren, nie in Streit.

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