winde

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sier­ra : 0.02 — Ver­gan­gene Nacht ein fein­er Traum. Pen­delte unter riesiger Stadt in einem U-Bahnzug. Kost­bar geschmück­te saßen zwis­chen zer­lumpten Men­schen. Ameisen prozessierten, kreis­runde Papiere in ihren Zan­gen, ein zerteiltes Buch durchs Abteil. Kinder spiel­ten mit Ping­pong­bällen, fed­er­lose Täubchen fack­el­ten über offe­nen Kohle­feuern. Und da waren Libellen von vornehmer Größe, bit­ter duf­tende, blauhäutige Tiere, sie schwebten mit der reisenden Luft. Nie wurde Dunkel im Zug, Jahre fuhren wir so dahin, ohne je ein­mal anzuhal­ten. Eine Laut­sprech­er­stimme, schep­pernd, pfeifend. Immer wieder der­selbe Satz: It was a wrong num­ber that start­ed it. – stop. — Mein Hand­no­tiz­com­put­er, so leise, so leise, dass ich mich zu ihm neige, um seinen Wind wahrnehmen zu kön­nen.
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