wortklangstempel

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echo : 0.06 — Da war ein i am frühen Mor­gen, vielle­icht weil ich nach ein­er lan­gen Traum­nacht noch nicht ganz wach gewe­sen, in das Wort Lebende hineinger­at­en, so dass das Wort Leibende ent­stand. Im Zusam­men­hang ein­er blühen­den Regenkäfer­geschichte eigentlich kein ver­rück­tes oder schlampiges Wort, und doch eine merk­würdi­ge Sache, weil ich den kleinen Text zwei- oder dreimal, ehe ich ihn veröf­fentlichte, prüfte, ohne das nach­drück­lich umgestal­tende i ent­deckt zu haben. Ich spiele nun mit dem Ver­dacht, dass ich Texte, die ich notiere und kurz darauf wieder lese, zunächst einem Nahzeit­pe­ich­er meines Gehirns ent­nehme, in welchem Wörter oder ganze Sätze eines Textes als schein­bar kor­rek­te Klang­stem­pel im Moment der Zeile erin­nert wer­den. Und dann geh ich schlafen oder spazieren, beobachte einen Film oder unter­halte mich mit einem Fre­und oder ein­er Fre­undin, Zeit verge­ht, in welch­er die Stem­pel meines erfun­de­nen Textes wieder zu Buch­staben, zu isolierten Tönen zer­fall­en, so dass ich meine Gedanken, meine Wörter und Sätze genau so zu lesen oder zu hören ver­mag, als wären sie von einem anderen Men­schen notiert. Ja, so kön­nte das sein, so wollen wir das zunächst ein­mal annehmen. — Noch zu tun in dieser Nacht: Dimen­sio­nen der Papiertiere erspüren / µm = 10–6 m = 0,000.001 m.
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