ai : IRAN

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MENSCH IN GEFAHR : “Die gewalt­lose poli­ti­sche Gefan­gene Atena Fargha­dani befindet sich seit dem 9. Februar im Iran im Hunger­streik, um gegen ihre Haft zu protes­tieren. Nun schwebt sie in Lebens­ge­fahr. Die Künst­lerin befindet sich wegen ihrer fried­li­chen Akti­vi­täten in Haft, unter anderem hatte sie in einer Kari­katur Parla­ments­ab­ge­ord­nete kriti­siert. Die irani­sche Malerin Atena Fargha­dani trat am 9. Februar in einen Hunger­streik. Sie nahm fortan nur noch Wasser, jedoch keine Nahrung mehr zu sich. Hiermit will sie gegen die Fort­dauer ihrer Haft im Gharchak-Gefängnis in der Stadt Varamin protes­tieren, in dem es keinen Trakt für poli­ti­sche Gefan­gene gibt und in dem die Haft­be­din­gungen äußerst schlecht sind. Am 25. Februar gab ihr Rechts­bei­stand an, dass Atena Fargha­dani als Folge ihres Hunger­streiks einen Herz­in­farkt erlitten und kurz­zeitig das Bewusst­sein verloren habe. Sie gab an, ihren Hunger­streik solange nicht zu beenden, bis die Behörden ihrem Antrag nach­kommen, sie in das Evin-Gefängnis in Teheran zu verlegen. Am 26. Februar wurde sie in ein Kran­ken­haus außer­halb des Gefäng­nisses gebracht. Atena Fargha­dani wurde zum ersten Mal am 23. August 2014 wegen ihrer fried­li­chen Akti­vi­täten fest­ge­nommen. Sie hatte Fami­lien von poli­ti­schen Gefan­genen besucht und in einer Kari­katur Parla­ments­ab­ge­ord­nete kriti­siert, die einen Gesetz­ent­wurf einge­bracht hatten, der frei­willig durch­ge­führte Steri­li­sa­tionen unter Strafe gestellt hätte und der Teil eines groß ange­legten Plans ist, den Zugang zu Verhü­tungs­mit­teln und Dienst­leis­tungen bezüg­lich der Fami­li­en­pla­nung zu beschränken. Sie wurde fast zwei Monate lang im Trakt 2A des Evin-Gefäng­nisses fest­ge­halten, davon 15 Tage in Einzel­haft. Zu ihrer Familie und ihrem Rechts­bei­stand durfte sie keinen Kontakt aufnehmen. Am 6. November 2014 wurde sie gegen Zahlung einer Kaution frei­ge­lassen. Ihre neuer­liche Fest­nahme am 10. Januar erfolgte nach der Vorla­dung eines Revo­lu­ti­ons­ge­richts, mögli­cher­weise als Vergel­tungs­maß­nahme für ein Video, das sie nach ihrer Haft­ent­las­sung veröf­fent­licht und in dem sie erklärt hatte, wie Gefäng­nis­auf­se­he­rinnen sie geschlagen und ernied­ri­genden Leibes­vi­si­ta­tionen unter­zogen sowie anderen Miss­hand­lungen ausge­setzt hatten. Ihre Eltern gaben in Inter­views an, dass Atena Fargha­dani vor ihrer Über­füh­rung ins Gharchak-Gefängnis noch im Gerichts­saal geschlagen wurde. Die Anklagen gegen sie lauteten auf “Verbrei­tung von Propa­ganda gegen das System”, “Belei­di­gung von Parla­ments­ab­ge­ord­neten durch Zeich­nungen” und “Belei­di­gung des Reli­gi­ons­füh­rers”.” – Hinter­grund­in­for­ma­tionen sowie empfoh­lene schrift­liche Aktionen, möglichst unver­züg­lich und bis spätes­tens 10. April, unter »> ai : urgent action

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