ai : NIGER

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MENSCHEN IN GEFAHR : “Der multi­na­tionale Ölkonz­ern Shell und die Regierung des süd­nige­ri­an­is­chen Bun­desstaates Rivers haben es ver­säumt, die Bewohner_innen von Ogale, ein­er Region außer­halb von Port Har­court, der Haupt­stadt von Rivers, regelmäßig mit sicherem Trinkwass­er zu ver­sor­gen. Die meis­ten der dort leben­den Men­schen müssen entwed­er Wass­er kaufen oder Grund­wass­er trinken, das laut ein­er 2011 veröf­fentlicht­en Studie der Vere­in­ten Natio­nen gefährlich ver­schmutzt ist./ Die Studie des Umwelt­pro­gramms der Vere­in­ten Natio­nen (Unit­ed Nations Envi­ron­ment Pro­gramme, UNEP) ergab, dass die Bewohner_innen von Ogale Wass­er aus Brun­nen tranken, das so stark mit dem bekan­nten Karzino­gen Ben­zol verun­reinigt war, dass es den nach inter­na­tionalen Richtlin­ien fest­gelegten Gren­zw­ert um das 900-fache über­schritt. Das Wass­er zu trinken werde „sich­er langfristige gesund­heitliche Fol­gen“ haben. UNEP emp­fahl der nige­ri­an­is­chen Regierung, unverzüglich Maß­nah­men zu ergreifen, damit die Men­schen in Ogale nicht weit­er­hin Trinkwass­er aus kon­t­a­minierten Brun­nen trinken müssen, und ihnen eine alter­na­tive Quelle für sauberes Wass­er zur Ver­fü­gung zu stellen. Trotz dieses drin­gen­den Aufrufs gibt es noch immer keinen Zugang zu solch ein­er Quelle. / Am 1. Sep­tem­ber 2018 besuchte Amnesty Inter­na­tion­al Ogale und sprach mit Anwohner_innen. Die meis­ten von ihnen kaufen ihr Wass­er für den per­sön­lichen und häus­lichen Gebrauch, etwa zum Trinken, Kochen und Waschen, obwohl sie es sich eigentlich nicht leis­ten kön­nen. In eini­gen Fällen geben Bewohner_innen ein Drit­tel ihres wöchentlichen Einkom­mens für Wass­er aus, sodass sie manch­mal statt drei Mahlzeit­en am Tag nur zwei essen kön­nen. Diejeni­gen, die es sich nicht leis­ten kön­nen, Wass­er zu kaufen, trinken und nutzen das örtliche Grund­wass­er – trotz der Warn­schilder, die darauf hin­weisen, dass das Wass­er ihre Gesund­heit gefährdet. Manche trinken Wass­er aus lokalen Brun­nen und Bohrlöch­ern, auch wenn auf dem Wass­er ein öliger Film zu sehen ist. Einige Bewohner_innen bezahlen sog­ar für das Wass­er aus den Bohrlöch­ern. Andere nutzen Regen­wass­er, in dem sich schwarze Flöckchen befind­en. Die Bewohner_innen haben keine andere Wahl, da sie nicht das nötige Geld auf­brin­gen kön­nen, um Wass­er von pri­vat­en Anbieter_innen zu kaufen und die Regierung bere­its seit über einem Jahr kein sauberes Wass­er mehr bere­it­stellt. Zeit­gle­ich mit dem Besuch von Amnesty Inter­na­tion­al in Ogale wur­den einige der von der Regierung reg­ulierten Wasser­leitun­gen wieder in Betrieb genom­men. Doch die Bewohner_innen bericht­en, dass die Wasserver­sorgung lediglich eine Stunde am Mor­gen oder am Nach­mit­tag funk­tion­iert und die zur Ver­fü­gung gestellte Wasser­menge nicht aus­re­icht, um den grundle­gen­den Wasserbe­darf zu deck­en. Amnesty Inter­na­tion­al hat Grund zu der Annahme, dass auch dieses Wass­er nicht den Richtlin­ien der Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion für Trinkwasserqual­ität entspricht.” - Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schriftliche Aktio­nen bis spätestens zum 3.8.2018 unter > ai : urgent action
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