am schalter

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marim­ba : 0.08 — Ich hat­te fol­gen­den Traum. Ich war gestor­ben. Ich saß mit zahlre­ichen Men­schen in ein­er Halle, die mich an den Warte­saal eines Bahn­hofes erin­nerte. Tat­säch­lich hörte ich Zug­geräusche, das Schnaufen alter Loko­mo­tiv­en. Alle Men­schen in der Halle waren tot wie ich, zugle­ich aber sehr lebendig, ja fröh­lich. Sie lagerten auf hölz­er­nen Bänken. Libellen in allen möglichen Far­ben hasteten durch den Raum. Warmes Licht strömte durch Jalousien zu uns here­in. Laut­sprech­er­stim­men ver­lasen Namen, manche waren ver­traut, andere klan­gen fremd. Ich erin­nere mich an Kinder, sie toll­ten herum, manche spiel­ten mit Pup­pen oder Bällen. Sobald ein Name aufgerufen wurde, erhob sich irgend­wo eine Per­son und ging zu einem der Schal­ter. Bald wurde auch mein Name ver­lesen. Eine Frau stand am Schal­ter vor mir. Die Frau scherzte mit einem Mann, der hin­ter ein­er Glass­cheibe saß. Sie sagte, sie sei erschossen wor­den. In den Kopf, fragte der Mann. Die Frau nick­te und der Mann antwortete sofort: Das müssen wir melden. Plöt­zlich richtete er seinen Blick auf mich und fragte: Sie auch? Sie auch in den Kopf? — stop
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