bumerang

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echo : 2.25 – Wenige Minuten nach Mitter­nacht landete ein Mari­en­käfer auf meiner linken Wange. Ich kann nicht entscheiden, ob das ein Zufall gewesen war oder nicht. Indem ich das rechte Auge schloss, aber mit dem linken Auge soweit wie möglich nach unten sah, konnte ich die halb­ku­gel­för­mige Wölbung seines Rückens erkennen. Und ich spürte eine leichte Bewe­gung, der Käfer schien mich zu betasten. Natür­lich über­legte ich sofort, ob es sich bei diesem Käfer nicht um ein fern­ge­steu­ertes Wesen handeln könnte, das mich besuchte, um Proben von meiner Körper­ober­fläche aufzu­nehmen. Nach einigen Minuten verän­derte der Käfer seine Posi­tion, er ging zu Fuß, klet­terte an mir herab, saß für einige Minuten an meinem Hals, dort konnte ich ihn weder sehen noch spüren, um kurze Zeit später auf meinem Hemd zu erscheinen, wo er sich sehr wohl­ge­fühlt haben mochte, weil er dort eine gute Stunde seiner Lebens­zeit verbrachte. Viel­leicht hatte der Käfer geschlafen, oder sich von Stra­pazen erholt, die mir unbe­kannt. In diesem Moment nun, da ich meinen Text notiere, sitzt der in Wörtern vermerkte Käfer am linken unteren Rand des Bild­schirmes meiner Schreib­ma­schine. Er presst sich fest an das Gehäuse. Weitere Käfer sitzen an den Wänden, es sind ein gutes Dutzend, auch Käfer mit gelbem Gehäuse sind darunter. Gestern habe ich beob­achtet, dass gelb­far­bene Käfer mit vier­und­zwanzig Punkten, wenn ich sie behutsam in eine meiner Hände setze und in die Dunkel­heit werfe, sofort wieder zurück­kommen. Man könnte sagen, dass es sich bei dieser Art um Bume­rang­käfer handeln könnte. – stop
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