lampion

pic

marim­ba : 2.27 — Man kön­nte vielle­icht sagen, dass es sich bei der Gat­tung der Lam­pi­onkäfer um Geschöpfe han­delt, die bevorzugt nach innen aus­gedacht wor­den sind, weshalb man an ihrer äußeren Gestalt sparsam zu wirken wün­schte. Man machte ihnen Flügel, sehr kleine, kaum noch sicht­bare Flügel, die kurze Streck­en des Luftreisens ges­tat­ten, sparte dage­gen an Beinen, ver­gaß Augen und Füh­ler, auch Ohren sind an ihrem vol­lkom­men run­den Kör­p­er bis­lang nicht zu ent­deck­en gewe­sen. Nie­mand kön­nte zu diesem Zeit­punkt also ern­sthaft behaupten, an welch­er Stelle nun genau der Kopf, also das Vorne des Käfer­we­sens zu find­en sein kön­nte. Meis­tens liegen sie demzu­folge bewe­gungs­los auf dem Boden herum, schlafen vielle­icht oder träu­men. Man kann sie dann leicht überse­hen, weil sie sehr klein sind und fast licht­los auf den ersten Blick. Unerkan­nt haben sie in dieser beschei­de­nen Weise bis vor kurzem in den Wäldern des Kar­wen­del­ge­birges nahe der Baum­gren­ze gelebt, bis ein Stein­samm­ler ihr Geheim­nis unlängst ent­deck­te, in dem er sich mit einem sehr feinen Bohrer ins Innere eines der Käfer­kör­p­er vorar­beit­ete. Lange Stun­den des Wartens, des Küh­lens, des Ban­gens, dann spähte der junge Forsch­er in eine voll­ständig unbekan­nte Welt. Sei­ther fehlt ihm jede Sprache. Die Augen weit geöffnet, scheint er zu suchen, nach Sätzen vielle­icht, nach Wörtern, nach angemesse­nen Geräuschen der Bewun­derung, der Anerken­nung. — Was bleibt noch zu bemerken? — Sie sum­men wie die Bienen, sobald sie fliegen.

ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top