lebenszeichen

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alpha : 5.56 – Ich habe heute Nacht eine Tonband­ma­schine, einen Notiz­block, Blei­stifte, einen Radier­gummi und einen gezeich­neten Grund­riss jenes Ortes, von dem ich erzähle, auf den Tisch vor mir abge­legt, auch einen hölzernen Kasten, in dem ich Kartei­karten verwahre, die ich im Präpa­rier­saal rasch beschrieben habe, Sekun­den­ware, ein Verzeichnis der Geräu­sche, der Bewe­gungen, der Fragen, Atmo­sphären, Gedanken, die ich mit unru­higen Händen in meine geöff­nete Hand­fläche notierte. Ich meine, einen feinen Geruch von Formalin zu vernehmen, der noch immer von den Kärt­chen aufzu­steigen scheint. Jetzt schreibe ich das Wort Meer und sofort danach das Wort Atlantik. Eine junge Frau sitzt vor diesem atlan­ti­schen Meer an Deck eines sehr großen Schiffes. Sie unter­hält sich mit einem Matrosen, der ihr eine Zeitung brachte. Wenn ich sie so heim­lich beob­achte, meine ich zu erkennen, dass sie verliebt ist. Sie errötet, wenn der junge Mann zu ihr spricht, schlägt die Augen nieder, dann wirft sie Brot in die Luft zu den Möwen hin. – 5 Uhr 18. Seit Montag 25.8. wieder Funk­zei­chen aus Peking > Zeng Jinyan ( chinese : english by babel­fish )

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