manhattan : eine frau verschwindet und kehrt wieder

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nord­pol : 7.05 — Gestern Abend fol­gte ich mit­tels der Googleearth­mas­chine ein­er beson­deren Route durch das südliche Man­hat­tan. Ich kan­nte diese Strecke, war dort im Spät­som­mer des ver­gan­genen Jahres auf eige­nen Füßen spaziert, war Mal­colm Lowry auf der Spur gewe­sen, seinen enger und enger wer­den­den Kreisen, die den Schrift­steller ein halbes Jahrhun­dert zuvor in das Belle­vue Hos­pi­tal führten, wo er sich, in höch­ster Not befind­lich, vom Schmerz­man­tel des Alko­hols zu befreien suchte. Immer wieder hat­te ich damals jene Gegend nahe des East Riv­er aufge­sucht, so dass ich eine beina­he ver­traute Umge­bung in dig­i­taler Weise berührte. Gegen Mit­ter­nacht dann, ich hat­te die Third Avenue gekreuzt, bog ich nach Nor­den ab, erre­ichte 30 Minuten später die 70th Straße. Da war an ein­er Ecke ein klein­er Laden, an den ich mich erin­nerte. Ver­suchte ihm näher zu kom­men, zoomte her­an, aber dann über­querte ich im Sprung die Straße mit­tels ein­er zarten Bewe­gung der Mouse, bewegte mich im Kreis und bemerk­te in diesem Augen­blick, dass eine Frau mit Hund, die ger­ade noch die Straße in näch­ster Nähe über­quert hat­te, ver­schwun­den war, in dem ich die Kreuzung von Osten her betra­chtete. Auch war die Straße dun­kler gewor­den, als wäre kurz zuvor Regen gefall­en oder die Däm­merung des Abends eingetrof­fen. Um ein paar weit­ere Meter gedreht, war die Frau dann wieder da gewe­sen und ihr Hund, den Schwanz erhoben, und die Straße trock­en. Eine Kreuzung, so mein Ein­druck, gefal­teter Zeit. Ich muss das beobacht­en.

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