schachtelzimmer

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echo : 0.02 – Julio Cortázar erzählt in seinem Kalei­do­skop Reise um den Tag in 80 Welten eine Geschichte, in welcher eine Fliege von zentraler Bedeu­tung ist. Diese Fliege soll auf dem Rücken geflogen sein, als der Autor sie entdeckte, Augen nach unten demzu­folge, Bein­chen nach oben, ein für Flie­gen­tiere nicht übli­ches Verhalten. Natür­lich musste diese selt­same Fliege unver­züg­lich näher betrachtet werden. Julio Cortázar erfand deshalb ein Zimmer, in welchem die Fliege fortan exis­tierte, und einen Mann, der die Fliege zu fangen suchte. Wie zu erwarten gewesen, war der Mann in seiner Beweg­lich­keit viel zu langsam, um die Fliege behutsam, das heißt, ohne Beschä­di­gung, erha­schen zu können. Er bemühte sich redlich, aber die Fliege schien jede seiner Bewe­gungen vorher­zu­sehen. Nach einer Weile machte sich der Mann daran, das Zimmer, in dem er sich mit der Fliege aufhielt, zu verklei­nern. Er faltete Papiere zu Schach­teln, die den Flug­raum der beson­deren Fliege nach und nach derart begrenzten, dass sie sich zuletzt kaum noch bewegen konnte. Fliege und Fänger waren in einem licht­losen Raum inner­halb eines Schach­tel­zim­mers gefangen, daran erin­nere ich mich noch gut, oder auch nicht, weil ich diese Geschichte bereits vor langer Zeit gelesen habe, immer wieder von ihr erzählte, weshalb sich die Geschichte verän­dert, von der ursprüng­li­chen Geschichte entfernt haben könnte. Das Buch, in dem sie sich aufhält, befindet sich zur Zeit außer Reich­weite, aber ich werde die Geschichte sobald wie möglich über­prüfen. Es ist eine Geschichte, die behilf­lich sein könnte, sehr schnelle Droh­nen­vögel einzu­fangen, wenn man ihrer Gattung einmal zufällig begegnen sollte oder von einer Mikro­drohne verfolgt sein würde. Ich glaube, ich habe noch etwas Zeit, das Jahr ist erst wenige Tage alt. – stop
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