schlafkapsel : standby

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olimambo : 14.28 – In der Stadt New York soll ein Schlaf­kap­sel­haus exis­tieren, man bezahlt 50 Dollar und darf sich in eine der 2700 Waben legen, die ange­nehm warm gestaltet sind und gut isoliert gegen Geräu­sche jeder Art. Oder in Schlaf­zügen reisen unter der Stadt, abge­dun­kelte Fens­ter­bojen, die Linien 12 und 15, ohne je anzu­halten Tag und Nacht. Man könnte viel­leicht sehr bald einmal einen spezi­ellen Stoff­wech­sel­kreis­lauf für Menschen erfinden, einen spar­samen Modus der Verbren­nung, eine Vari­ante, die akti­viert sein könnte, sobald ein mensch­li­ches Wesen dauer­haft arbeitslos zu werden droht. Menschen, frei von Aufgabe, wären nun in der Lage, zu exis­tieren ohne nennens­werte Spuren zu hinter­lassen, würden kaum noch Nahrung zu sich nehmen, statt­dessen schlafen, länger schlafen, als andere Menschen, die sich in Brot und Arbeit befinden. Man wünscht, sagen wir, in dem man schläfrig wird, Zeit zu gewinnen, Zeit zu über­brü­cken. Ganze Land­striche, Stadt­teile, Konti­nente wären in dieser Weise leichter Hand in einen Zustand des Wartens, der spar­samen, der schmerz­freien Duldung zu versetzen. – stop
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