union square : funkempfänger

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ulysses : 0.08 — Im Taxi, in eine Wand ein­ge­lassen, die den Raum des Fahrers von meinem Raum sorgfältig tren­nt, ein Fernse­hgerät, das sich nicht auss­chal­ten lässt. Über­haupt schep­pert das Fahrzeug in ein­er Weise, als wären sämtliche Schrauben, die am Mor­gen dieses schö­nen Tages zu lösen gewe­sen waren, mit Absicht freige­lassen. Es ist ein altes Taxi, eines, das man fotografieren kön­nte, es wäre nicht möglich, zu sagen, in welchem Jahr in New York man sich genau befind­et, nicht ein­mal das Jahrzehnt wäre ein­deutig festzustellen, in diesem Taxi kön­nte mein Vater noch gefahren sein, zu ein­er Zeit, da ich selb­st noch kaum des Laufens mächtig gewe­sen war. Vielle­icht lässt sich das Fernse­hgerät deshalb nicht auss­chal­ten, weil es eigentlich nicht in dieses Fahrzeug gehört, es ist eine nachträglich einge­baute Per­sön­lichkeit, die Sequen­zen ein­er aktuellen Wirk­lichkeit empfängt und wiedergibt. Irgend­wo muss das Auto über einen Funkempfänger ver­fü­gen für Fernse­hwellen. Ger­ade sehen wir Mr. Rom­ney, aber wir hören ihn nicht, weil das Auto­mo­bil schep­pert und weil der Fahrer ver­sucht sich mit mir zu unter­hal­ten, während ich ver­suche, ihm mitzuteilen, dass ich das Fernse­hgerät gerne leis­er stellen würde, oder auss­chal­ten noch viel lieber, um ihn, den Fahrer ver­ste­hen zu kön­nen. Am Union Square hal­ten wir an, und der Mann, der mich fährt, ein sehr junger, sehr kor­pu­len­ter schwarz­er Mann ver­lässt sein Auto­mo­bil, um sich die Sache mit dem Fernse­hgerät näher anzuse­hen. Eine beson­dere Sit­u­a­tion ist nun ent­standen, weil der Fahrer eigentlich sein Fahrzeug nie ver­lässt, so sieht er jeden­falls aus, es kön­nte sein, dass er nicht wieder hine­in­find­et in seinen Wagen und es ist noch dazu keine Zeit für solche Dinge, wir ste­hen inmit­ten des Verkehrs, es kön­nte alles mögliche passieren an dieser Stelle. – stop

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