vom denken

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echo : 5.58 UTC — Der Math­e­matik­er John von Neu­mann soll in der Lage gewe­sen sein, 100 mal schneller zu denken als „gewöhn­liche“ Men­schen denken. In dem Moment, da ich diese Infor­ma­tion wahrgenom­men hat­te, ver­suchte ich mir vorzustellen, wie sich meine innere Stimme, die Stimme bewussten Denkens, ver­hal­ten würde, sobald ich in meinem Kopf plöt­zlich in 100-fach­er Geschwindigkeit zu mir oder mit mir selb­st sprechen würde. Kön­nte ich dieses Geräusch über­haupt noch als Sprache iden­ti­fizieren? Wäre von einem Hochgeschwindigkeit­sort aus die Denkstimme eines „gewöhn­lichen“ Men­schen im virtuellen Schal­lohr über­haupt noch wahrzunehmen? Dif­fizile Fra­gen an diesem frühen Mor­gen. Wie kön­nte ich meine Gedanken noch notieren, da sich meine Hände sehr plöt­zlich 100 mal schneller bewe­gen müssten als zuvor, um meine Gedanken auf Papi­er oder das Licht des Bild­schirms zu über­tra­gen. Vielle­icht würde ich nur noch Ergeb­nisse meines Denkens notieren oder in math­e­ma­tis­chen For­men phan­tasieren. In jedem Falle wäre das Notieren mit Hän­den auf ein­er Tas­tatur, ein Vor­gang der Entschle­u­ni­gung. Edward Teller, der die Wasser­stoff­bombe erfun­den haben soll, kan­nte John von Neu­mann per­sön­lich, weil sie gemein­sam arbeit­eten. John von Neu­mann berech­nete die Höhe über dem Erd­bo­den, da eine Atom­bombe im dem Augen­blick der Explo­sion ihre größte Zer­störungskraft ent­fal­ten würde. Mein Vater wiederum kan­nte Edward Teller per­sön­lich. Er war ein junger Mann, als er Edward Teller begeg­nete. Edward Teller sei ihm sehr unheim­lich gewe­sen, erzählte mein Vater. — stop
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