von vögeln

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ulysses : 18.10 UTC — Wong Kar-Wais Vögel ohne Füße, die niemals lan­den. Immer wieder eine wun­der­bare Vorstel­lung. Auch die Vorstel­lung der Zep­pe­line, die Jahrhun­derte lang wie Wolken langsam um den Erd­ball schweben. Gestern zeich­nete ich ein Rotkehlchen mit einem Bleis­tift auf ein Blatt Papi­er. Ich sollte erwäh­nen, dass die Zeich­nung des kleinen Vogels, der von rechts her kom­mend über das Blatt nach links hin segelte, miss­glück­te, es war das erste Rotkehlchen, das ich in meinem Leben zeich­nete. Immer­hin waren zwei Flügel zu erken­nen gewe­sen und ein Kör­perchen in der Mitte, ein Schn­abel und ein klein­er Kopf. Auch ein rot­er Fleck auf dem Kör­perchen in der Gegen­den des Halses war zu ent­deck­en, weil ich nach einem roten Bunts­tift suchte, das dauerte recht lange, während der kleine Vogel geduldig wartete, dass ich mit wesentlich­er Farbe zu ihm zurück­kehren würde. — Weswe­gen ich ein Rotkehlchen geze­ich­net habe? — Nun, ich habe diese Zeich­nung ange­fer­tigt, weil ich mich fragte, ob irgend­wann ein­mal fliegende Server­maschi­nen in der Gestalt der Singvögel denkbar sein wer­den, die in Schwär­men herum­fliegen, indessen sie mit­tels unsicht­bar­er Wellen miteinan­der kom­mu­nizieren? Wie lange Zeit wür­den wir diese flüchti­gen Schwar­mob­jek­te noch als unsere Geschöpfe ver­ste­hen? Wären wir in der Lage, sie jemals wieder einz­u­fan­gen? — Deniz Yücel weit­er­hin in Haft! — stop
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