vorwinterzeit : beobachtung in der warenwelt

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india: 12.05 — Ein wesentlich­es Merk­mal, das in der Waren­welt eine verkaufende Per­son von ein­er einkaufend­en Per­son unter­schei­det, scheint die Art und Weise zu sein, mit Stof­fen, zum Beispiel, mit Win­ter­pullovern umzuge­hen. Die einen, jene, die hinzuge­treten sind, weil sie sich, in Ahnung des Win­ters, einen Pullover wün­scht­en, ent­fal­ten und ver­rück­en, was andere, jene, die schon da gewe­sen sind, weil sie hier arbeit­en, geord­net, das heißt, gefal­tet haben und getürmt. Weil zwis­chen diesen sich offen­sichtlich ent­ge­gen­wirk­enden Per­so­n­en­grup­pen ein Gefälle beste­ht [ die einen sind zahlre­ich, die anderen nicht ], han­delt es sich sowohl bei der Fal­tung, als auch bei der Sortierung der Ware nach Größe, um einen sehr ernst zu nehmenden und zeitaufwendi­gen Vor­gang. Aus diesem Grund ins­beson­dere scheint der Zus­tand der fal­tend sortieren­den Per­so­n­en ein sta­tionär­er Zus­tand zu sein, während jene anderen ent­fal­tenden Per­so­n­en, Unord­nung sozusagen im Vorüberkom­men pro­duzieren. Dieser ger­ade eben erwäh­nte Pro­duk­tions-vor­gang ist nun genau genom­men ein Akt der Zer­störung oder aber beschle­u­nigter Entropie. Zer­stört wird, was voraus­ge­set­zt, was erwartet ist, Über­sichtlichkeit, sagen wir, Berechen­barkeit und Konzen­tra­tion. Alle roten Pullover, Kaschmir­wolle, liegen südlich syn­thetis­ch­er Mod­elle von blauer Farbe auf dem Aus­lagetisch. Weil die einen im Vorüberge­hen zer­stören, was die anderen mit Liebe oder pflicht­gemäß errichtet haben, sind let­ztere wed­er glück­lich noch zufrieden, üblicher­weise vielmehr von ein­er vorausah­nen­den Mor­gen­wut oder von einem gut ver­ständlichen Abend­zorn beset­zt. — stop

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