westbengalen luftpostbrief

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nord­pol : 0.55 — Vor über einem Jahr im Som­mer habe ich von einem Fre­und einen Brief erhal­ten, der per Luft­post zu mir gekom­men war. Dieser Brief wurde an dieser Stelle bere­its gesendet. Lei­der kon­nte ich meinem Fre­und damals nicht antworten, weil er keine postal­is­che Adresse hin­ter­lassen hat­te. Nun glück­licher­weise ein Leben­sze­ichen aus Tibet. Er schreibt, er habe seinen Brief unter meinen par­ti­cles ent­deckt, er freue sich. Diese Nachricht nun erre­ichte mich per E-Mail. Ich dachte, sie kön­nte natür­lich von über­all her gekom­men sein. Eigen­tüm­lich ist, dass mein Fre­und, wenn er an diesem Abend über einen Anschluss an das Inter­net ver­fü­gen sollte, meine Antwort, die ich in der kom­menden Stunde notieren werde, unverzüglich erhal­ten wird, während sein Brief aus Dar­jeel­ing damals zwei Wochen unter­wegs gewe­sen war. Der Brief war von sei­ner äuße­ren Gestalt her ein Stan­dard­luft­post­brief, fühlte sich aller­dings weich an, als würde ein dün­nes Tuch in ihm ent­hal­ten sein. Er war zudem etwas schwe­rer als üblich. Als ich ihn öff­nete fand ich ein hand­schrift­li­ches Schrei­ben vor, eine Foto­gra­fie und einen wei­te­ren Brief von klei­ne­rem For­mat, mit ein­er Art Ven­til in sei­ner Mitte. Mein Fre­und notierte am 25. Juni 2012 mit einem Blei­stift: Lie­ber Louis, seit zwei Wochen befinde ich mich in West­ben­ga­len nahe Son­a­da in einem klei­nen Haus, das voll­stän­dig von Holz gemacht ist. Ich gehe haupt­säch­lich spa­zie­ren und wenn ich ein­mal nicht spa­zie­ren gehe, fahre ich mit dem Zug zwi­schen Jal­pai­guri und Dar­jee­ling hin und her. Eine wun­der­bare Zeit. Ich kenne inzwi­schen alle Zug­füh­rer per­sön­lich und so darf ich bei Dampf­be­span­nung vorne auf der Loko­mo­tive rei­sen. Du siehst mich anbei auf der Foto­gra­fie vor dem Kes­sel ste­hen, ja, ich bin unter den drei klei­nen Män­nern mit den Ruß­ge­sich­tern der in der Mitte. Ich habe Dir, lie­ber Louis, etwas indi­sche Eisen­bahn­luft ein­ge­fan­gen. Sie ruht in den Umschlag gefüllt, der ver­mut­lich vor Dir auf dem Tisch liegt. Es wäre viel­leicht am bes­ten, wenn Du einen Stroh­halm ver­wen­den wür­dest, den Du mit dem Ven­til ver­bin­dest, um dann einen tie­fen Atem­zug durch ein Nasen­loch zu neh­men. Aller­beste Grüße Dein L. — stop

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