manhattan, 5th avenue no 45

9

hima­laya : 15.15 UTC – Vor einigen Wochen hörte ich, das New Yorker Wohn­ge­bäude eines wohl­ha­benden Mannes in der 5th Avenue sei nicht etwa 68, sondern in Wirk­lich­keit, also mit bloßem Auge zählbar, 58 Stock­werke hoch. Ich dachte, der wohl­ha­bende Besitzer des Hauses könnte viel­leicht in mitt­lerer Höhen­lage seines Gebäudes äußerst flache, kaum sicht­bare Stock­werke errichtet haben. Kurz darauf las ich, der wohl­ha­bende Mann habe seinem Gebäude tatsäch­lich zehn nicht exis­tie­rende Stock­werke mittels Sprache hinzu­ge­fügt, demzu­folge erfunden. Ich las weiterhin, dass der wohl­ha­bende Mann selbst diesen Vorgang geis­tiger Erhö­hung seines Bauwerkes bestä­tigt und als einen Vorgang wahr­haf­tiger Über­tei­bung ( “truthful hyper­bole” ) bezeichnet haben soll. Das scheint nun doch eine irgendwie verrückte Geschichte zu sein, oder aber eine Geschichte, die von einem Verrückten handelt. Wie, frage ich mich, kann man einer Perso­nen­gruppe oder einer Person argu­men­tie­rend begegnen, die offen­sicht­lich mit dem Gedanken spielt, eine Welt alter­na­tiver Wahr­heit ( Fakten ) mittels perma­nenter Wieder­ho­lung in Wahr­neh­mung und Über­zeu­gung der Menschen einzu­stem­peln? – Früher Morgen. Ich habe noch etwas Weiteres zu vermelden, das schmerzt. Ein Freund, der am kommenden Donnerstag zum 26. Mal New York besu­chen wollte, weil er seit drei Jahren Lilly liebt, die zeit­le­bens in Brooklyn in der Atlantic Avenue lebt, weil sie dort geboren wurde, wird seinen Koffer nicht packen, weil er wiederum in der persi­schen Stadt Izeh das Licht der Welt erblickte. Er lebt seit 28 Jahren äußerst fried­voll in der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land. – stop

ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top