ai : FRANKREICH

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MENSCHEN IN GEFAHR : “Mehr als 200 Roma, darunter 50 Kindern, dro­ht die rechtswidrige Zwangsräu­mung. Gegen die Bewohner_innen ein­er informellen Sied­lung nahe der franzö­sis­chen Gemeinde Bobigny wurde ein Räu­mungsver­fahren ein­geleit­et. Das Urteil eines Gerichts in Bobigny wird für den 30. Mai erwartet. / Die Bewohner_innen der Sied­lung nahe Bobigny, nordöstlich der Haupt­stadt Paris, wur­den offiziell am 23. Mai durch einen Gerichts­di­ener über das laufende Räu­mungsver­fahren informiert. Wenige Tage zuvor kamen Behördenvertreter_innen in die Sied­lung und teil­ten den Roma mit, dass ihre Wohn­stät­ten am 2. Juni geräumt wür­den. Allerd­ings erk­lärten sie den Bewohner_innen nicht, wie genau dies geschehen würde, was bei den Roma Besorg­nis und Furcht her­vor­rief. Amnesty Inter­na­tion­al geht davon aus, dass die Siedlungsbewohner_innen nicht kon­sul­tiert wur­den und den Fam­i­lien keine alter­na­tiv­en Unterkun­ftsmöglichkeit­en ange­boten wor­den sind. Die Roma befind­en sich nun in ein­er prekären Sit­u­a­tion ohne Per­spek­tive und sind in Gefahr, obdach­los zu wer­den. / Die Kinder der Sied­lung sind an ihren Schulen gut inte­gri­ert und wer­den von ihren Mitschüler_innen und Lehrer_innen unter­stützt. Die franzö­sis­che inter­min­is­terielle Vertre­tung für Wohnen (Délé­ga­tion inter­min­istériel pour l’hébergement et l’accès au loge­ment — DIHAL) hat die Bil­dung, die Roma-Kinder in Bobigny derzeit erhal­ten, als Beispiel für “gute Prax­is” gelobt. Wenn diese Fam­i­lien ver­trieben wer­den, wird dies die Schul­bil­dung der Kinder beein­trächti­gen, wie bere­its in anderen Fällen rechtswidriger Zwangsräu­mungen geschehen, die von Amnesty Inter­na­tion­al doku­men­tiert wur­den. Viele Jugendliche der Sied­lung engagieren sich ehre­namtlich im Rah­men eines Pro­jek­ts zur sozialen Inklu­sion, das von Rom Civic ins Leben gerufen wurde, eine Ini­tia­tive, die von ver­schiede­nen Min­is­te­rien, die für junge Men­schen, Woh­nungs­bau und soziale Inklu­sion zuständig sind, begrüßt wird. Viele der erwach­se­nen Siedlungsbewohner_innen leben seit über zehn Jahren in Frankre­ich, sprechen Franzö­sisch und haben entwed­er eine Arbeitsstelle oder sind aktiv arbeitssuchend. / Sollte diese rechtswidrige Zwangsräu­mung tat­säch­lich stat­tfind­en, so würde sie gegen inter­na­tionale Stan­dards ver­stoßen, die rechtswidrige Zwangsräu­mungen unter­sagen und fes­tle­gen, dass Räu­mungen nur dann recht­mäßig sind, wenn die im Völk­er­recht vorgegebe­nen Bes­tim­mungen über entsprechende Schutz­maß­nah­men einge­hal­ten wer­den. Hierzu gehört auch die Vor­gabe, den Betrof­fe­nen angemessene Alter­na­tivun­terkün­fte zur Ver­fü­gung zu stellen. Eine rechtswidrige Zwangsräu­mung der Sied­lung würde alle Fortschritte, die von den Fam­i­lien bei der Inte­gra­tion in die lokale Gemeinde bere­its erzielt wur­den, wieder zunichte machen.” — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schriftliche Aktio­nen, möglichst unverzüglich und nicht über den 2. Juni 2014 hin­aus, unter »> ai : urgent action

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