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echo : 3.05 – Vor fünf oder sechs Jahren schrieb ich einen Brief an einen Fre­und, der ver­schollen war. Ich erzählte ihm von der Welt der Fährschiffe, wie ich sie erkun­det hat­te auf der Upper New York Bay. Ich bat ihn, er möge sich um Him­mel­swillen melden. Ver­mut­lich war ich nicht wirk­lich der Überzeu­gung gewe­sen, dass meine E-Mail den ver­schwun­de­nen Fre­und erre­ichen würde, er war zulet­zt doch schon sehr ver­rückt gewe­sen, er hielt sich für einen anderen, und war seit bere­its zwei Jahrzehn­ten ver­misst. Ich notierte also eine Botschaft für einen auch von mir selb­st verehrten Schrift­steller, die ihn unmöglich oder sehr wahrschein­lich nicht erre­ichen würde. Ich sendete mein Schreiben an einen E-Mail-Dienst im finnis­chen Turku, der ver­sprach, Schrift­sätze an Men­schen weit­erzuleit­en, die ver­schwun­den waren, vielle­icht gegen ihren Willen wie vom Erd­bo­den ver­schluckt oder weil sie sich ver­steck­ten. Einige Stun­den später wurde der Ein­gang mein­er E-Mail bestätigt mit dem Ver­sprechen ein­er Nachricht, sobald die E-Mail weit­ergegeben wer­den kon­nte. In diesem glück­lichen Falle sollte ich 85 Dol­lar über­weisen an ein Post­amt eben der Stadt Turku, ein ganz angemessen­er Betrag, wie ich finde. Vor weni­gen Minuten nun erhielt ich meine E-Mail mit dem Ver­merk zurück: Wir bedauern sehr, Ihnen mit­teilen zu müssen, dass wir Ihre E-Mail an Mr. John Dos Pas­sos nicht zustellen kon­nten. Mit fre­undlichen Grüßen. — stop

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