lichtpelz

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lima : 0.02 – In einer früh­zei­tigen Erin­ne­rung, die ich gestern, während ich eine filmi­sche Erzäh­lung der Stadt Istanbul beob­ach­tete, errei­chen konnte, sind keine mensch­li­chen Wesen zu entde­cken, doch Körper von Licht. Ich liege in einem schwan­kenden Schiff, das durch eine Stra­ßen­bahn fährt. Über mir die Wärme der Glüh­birnen, Glas­kolben, in welchen wirk­li­ches Feuer enthalten ist. Draußen, im Dunkeln, Schnee­flo­cken, die aus sich selbst heraus zu leuchten scheinen, Licht­pelz­fetzen. – Ich frage mich gerade, ob diese Erin­ne­rung nicht eine ausge­malte Erin­ne­rung sein könnte, Film­bil­dern nach­ge­zeichnet. Aber da sind der Duft von gebrannten Mandeln und das Schrillen einer Klingel und das Geräusch einer Stimme, die später einmal sagen wird: Max-Weber-Platz.
pamuk

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