nachtzeppelin

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echo : 2.18 – Ein Zeppel­in­käfer, selt­sames Wesen, schwebte kurz nach 1 Uhr heute Nacht eine schnur­ge­rade, eine unsicht­bare Linie über den hölzernen Fußboden meines Arbeits­zim­mers entlang, wurde in der Mitte des Zimmers von einer Luft­strö­mung erfasst, etwas ange­hoben, dann wieder zurück­ge­worfen, ohne aller­dings mit dem Boden in Berüh­rung zu kommen. – Ein merk­wür­diger Auftritt. – Und dieser groß­ar­tige Ballon von opakem Weiß! Ein Licht, das kaum noch merk­lich flackerte, als ob eine offene Flamme in ihm brennen würde. Ich habe mich zunächst gefürchtet, dann aber vorsichtig auf Knien genä­hert, um den Käfer von allen Seiten her auf das Genau­este zu betrachten. – Folgendes ist nun zu sagen. Sobald man einen Zeppel­in­käfer von unten her besich­tigt, wird man sofort erkennen, dass es sich bei einem Wesen dieser Gattung eigent­lich um eine fili­grane, flügel­lose Käfer­ge­stalt handelt, um eine zerbrech­liche Persön­lich­keit gera­dezu, nicht größer als ein Streich­holz­kopf, aber schlanker, mit acht recht langen Ruder­beinen, gestreift, schwarz und weiß gestreift in der Art der Zebrapferde. Fünf Augen in grau­blauer Farbe, davon drei auf dem Bauch, also gegen den Erdboden gerichtet. Als ich bis auf eine Nasen­länge Entfer­nung an den Käfer heran­ge­kommen war, habe ich einen leichten Duft von Schwefel wahr­ge­nommen, auch, dass der Käfer flüchtet, sobald man ihn mit einem Finger berühren möchte. Ein Wesen ohne Laut. – Guten Morgen! Heute ist Samstag. Leichter Regen viel­leicht.

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