rom : katzen

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tan­go : 16.08 — In dem ich durch die Stadt spaziere in feuchter Luft, die Vorstel­lung schwitzen­der Fliegen, Fliegen, die sich schüt­teln wie nasse Hunde, die aus irgen­deinem Gewäss­er steigen. Seit drei Tagen streife ich den Fluss ent­lang, sitze und warte, dass eine der berühmten dop­pelköp­fi­gen Tiberkatzen vor meinen Augen erscheinen möge. Das Schiff, auf dem ihre Art hergestellt wor­den sein soll vor weni­gen Jahren, liegt noch fest vertäut nahe der Ponte Sis­to, ein Schiff ohne Leben, da und dort ist es bere­its ros­tig gewor­den. Über dem Ach­ter­deck schwingt eine Glüh­birne in ihrer Fas­sung an einem Kabel auf und ab. Habe mehrfach ver­sucht, das Schiff zu erre­ichen. Es ist verge­bliche Mühe, kein Weg führt hin­unter auf den let­zten Absatz vor dem Fluss. Sobald ich eine Treppe betrete, die zum Schiff führen soll, komme ich an ein­er anderen Stelle als gewün­scht wieder her­aus. Auch über die Wege, die unmit­tel­bar das Ufer begleit­en, ist das Schiff nicht zu erre­ichen, man geht und geht und kommt doch niemals an. Aber ich kann das Schiff betra­cht­en von der gegenüber­liegen­den Seite des Flusses aus. Ein grauer, wuchtiger Kör­p­er, Karpern­büsche haben sind an der Rel­ing zur Sonne hin fest­ge­set­zt. Hier soll er gelebt haben, der Erfind­er der Tiberkatzen. Man wollte ihn ver­haften, man wollte dem Mann, der in den Blau­pausen der Schöp­fung eigene Wün­sche verze­ich­nete, Ein­halt gebi­eten. Nun ist er spur­los ver­schwun­den, aber seine Katzen­we­sen sollen noch existieren in der alten Stadt. Ich trage frischen Fisch in mein­er Tasche. Manch­mal halte ich an. Ich set­zte mich ans Ufer, lasse meine Beine über dem braunen Wass­er baumeln, lege einen Fisch neben mich ab und warte. Die Steine sind warm. — stop
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