simon

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sier­ra : 10.15 — Ich hörte, gestern sei in der Nähe meines Haus­es am Rand der Straße in einem Vor­garten ein Mann afrikanis­ch­er Herkun­ft erfroren. Von einem mein­er Fen­ster aus kann ich die Stelle sehen, wo der junge Mann sich in seinen Schlaf­sack gelegt haben soll. Am Abend zuvor habe er noch gelebt, das erzählte ein Bekan­nter, er habe dem Liegen­den ein paar Münzen neben die Hände gelegt, auf welchen der Kopf des afrikanis­chen Mannes ruhte. Er habe gesagte, ihm sei kalt, das war um kurz vor zehn Uhr bei minus 4 Grad Cel­sius gewe­sen. Vielle­icht waren diese Worte die let­zten, die der junge Mann zu einem weit­eren men­schlichen Wesen sagte. Mor­gens Blaulicht. Ich erin­nere mich, zwei Stun­den später der Anruf meines Bekan­nten, der sehr aufgeregt gewe­sen war. Er sagte, er habe noch mit sich selb­st gesprochen, es habe gesagt, die Nacht sei eigentlich viel zu kalt, um im Freien auf dem Boden zu schlafen. Mor­gens sei er auf die Straße geeilt, ein Polizist habe in diesem Moment nach den Papieren des jun­gen Mannes gesucht, ein Arzt wartete etwas abseits. Der leblose Kör­p­er, wenn man ihn bewegte, sei merk­würdig in seinem Ver­hal­ten gewe­sen. Kurz darauf habe der Polizist einen Namen gesagt, nur einen Vor­na­men, er sagte: Das ist Simon. — Nach­mit­tag. Ich kann die Stelle von einem mein­er Fen­ster aus erken­nen, wo Simon in einem Vor­garten erfroren ist. — stop
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