who is fred wesley?

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tango : 2.30 – Heiterer Stim­mung war ich gestern Abend der Geschwin­dig­keit, mit welcher Waren, die ich kaufte, an der Kasse eines Super­marktes behan­delt wurden, nicht gewachsen, viel­leicht deshalb weil ich über­haupt lang­samer geworden bin, oder weil ich in dem Augen­blick, da meine Ware über einen Scanner bewegt wurde, darüber nach­dachte, ob es sich bei E-Mails, die ich manchmal schreibe, noch um Wesen handelt, die man als Schrift­stücke bezeichnen könnte. So oder so drohte ein Fiasko, da sich die Waren, die gerade in meinen Besitz über­ge­gangen waren, hinter dem Fließ­band inein­ander schoben wie Pack­eis­schollen auf dem Atlantik vor Grön­land. Eine junge kolum­bia­ni­sche Assis­tentin kam glück­li­cher­weise bald zu Hilfe, ich führte mehrere gefal­tete Papier­tüten mit mir, die sehr sorg­fältig bepackt werden mussten. Sie sprach nur wenige Wörter meiner Sprache, und sie schwitzte indessen und versuchte mir zu erklären, dass es in ihrem Land noch viel wärmer sei als bei uns in Europa, aber dass sie dort, auch im Regen­wald nicht, niemals so heftig schwitzen würde wie hier, die Klima­an­lage sei ausge­fallen, dass ich etwas lang­samer sei als üblich, wäre gera­dezu vernünftig. Ja, vermut­lich bin ich lang­samer geworden, und ich dachte, man könnte einmal Schnell­kassen in dem Sinne bedenken, dass dort rasende Menschen mit rasenden Händen rasende Geld­börsen bedienen, alles ginge dort so schnell, dass man als ein lang­samer Mensch, auf der anderen Seite der Zeit befind­lich, nur noch Unschärfen in der Luft wahr­nehmen würde, nicht aber einkau­fende Personen, während einer wie ich als eine Foto­grafie erscheinen würde, als Etwas, das sich niemals bewegt. – Kurz nach zwei Uhr. Wunderbar kühle Luft. Who is Fred Wesley? – stop
guggenheim

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